die Spiele bei den Römern

Streifzüge durch die Geschichte der Spiele und des Spielens
Ein Bericht von: Dr. Bernward Thole

10 teilig - Antike bis 80er Jahre

Nach Homer haben sich auch die Freier der Penelope, der Gattin des Odysseus, die Zeit mit Spielen vertrieben. Sie spielten ein Spiel, das ebenfalls Palamedes erfunden haben soll. Als Latrunculorum Ludus haben es auch die Römern noch leidenschaftlich gespielt. Die Römer übernahmen übrigens -neben manchem anderen Spielgerät - auch die sogenannten Astragale von den Griechen, Würfel aus den Füßknöcheln der Tiere, die von Männern und Frauen gleichermaßen zu den verschiedensten Spielen benutzt wurden. Diese Astragale haben sich allem Anschein nach gerade bei den römischen Legionären größter Beliebtheit erfreut. Die Zahl entsprechender Ausgrabungsfunde rund um die Kastelle spricht für sich. Man spielte zunächst in erster Linie ein Geschicklichkeitsspiel damit, das heute noch in vielen afrikanischen Ländern gespielt wird: die Knöchelchen wurden hochgeworfen und mussten mit dem Handrücken wieder aufgefangen werden, zumindest möglichst viele von ihnen. Später wurden die Knochen mit Ziffern bezeichnet und man benutzte sie als Würfel zum Glücksspiel. Hier ging es zuweilen um durchaus hohe Summen. Damit treten aber auch schon unsere Vorfahren, die alten Germanen in die Spielgeschichte ein